Wer ist die Deutsche Gesellschaft für Völkerkunde?

Die Deutsche Gesellschaft für Völkerkunde ist eine Fachvereinigung von Ethnologinnen und Ethnologen und an der Ethnologie interessierten Personen und Institutionen. Sie wurde ursprünglich in den 1920ern gegründet, ihre Vorläufer reichen noch weiter in die Geschichte zurück. (Eine Auflistung der bisherigen Vorstände und Tagungsorte finden Sie hier.) 

Die DGV hat sich insbesondere der Förderung der ethnologischen Forschung und Lehre und der Verbreitung ethnologischen Wissens verpflichtet. Sie versteht sich als Netzwerk wissenschaftlichen Austauschs. Rund 25 Arbeitsgruppen widmen sich zurzeit den verschiedenen thematischen und regionalen Schwerpunkten innerhalb der Ethnologie. Die DGV veranstaltet in einem zweijährigen Rhythmus einen mehrtägigen wissenschaftlichen Kongress.

Als wichtigsten Pfeiler ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit gibt die DGV, zusammen mit der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte, die Zeitschrift für Ethnologie (ZfE) heraus. Die ZfE wurde 1869 gegründet und ist damit eine der ältesten ethnologischen Zeitschriften weltweit. Die ZfE erscheint jährlich in zwei Teilbänden und enthält von unabhängigen Fachkollegen begutachtete Aufsätze in deutscher und englischer Sprache, welche jeweils in einem englischsprachigen Abstract zusammengefasst sind.

Darüber hinaus erscheinen ungefähr halbjährlich die „Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde“, die Mitgliederzeitschrift der DGV, welche neben thematischen Schwerpunkten aktuelle Berichte und Informationen aus den ethnologischen Instituten und Museen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz enthält. In kürzen Anständen erscheint zudem der DGV-Newsletter, der ebenso wie der Job-Verteiler per E-Mail verschickt wird.

Die DGV ist ein gemeinnütziger Verein. Sie hat derzeit ca. 585 Mitglieder. Das höchste Gremium ist die zweijährig tagende Mitgliederversammlung. Die DGV wird von einem 3-köpfigen Vorstand geleitet, dem ein erweiterter Vorstand, ein Pressereferat und eine Geschäftsstelle zur Seite stehen.